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Thüringer Fortbildungsprogramm für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe weiter ausgebaut

Ministerin Schenk: „Großes Interesse spiegelt enormen Bedarf.“   

Gut qualifizierte Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe tragen wesentlich dazu bei, dass junge Menschen in Thüringen gut aufwachsen und sich zu selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten entwickeln können.

Mit seinem hochwertigen und breit gefächerten Fort- und Weiterbildungsangebot leistet das Thüringer Sozialministerium in Funktion des Landesjugendamtes einen wichtigen Beitrag dazu, die Qualität der Arbeit in den Jugendämtern und bei freien Trägern zu sichern und zu erweitern. Die Schulungen richten sich an alle Fachkräfte in den unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe in Thüringen, beispielsweise der Jugendämter, der Jugend- und Jugendverbandsarbeit, der Schulsozialarbeit, der erzieherischen Hilfen, der Eltern- und Familienberatung sowie im Kinder- und Jugendschutz.

Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • die Vermittlung aktuellen Wissens über rechtliche, pädagogische und gesellschaftliche Entwicklungen

  • die Unterstützung bei der Gewinnung von Handlungssicherheit im Arbeitsfeld

  • die Förderung von umfassender Kompetenz, Haltung und Engagement für die sozialpädagogischen Einsatzfelder

Dazu Ministerin Schenk: „Neben ihrem oft unermüdlichen Engagement weisen die Thüringer Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe ein hohes Maß an Fachwissen auf. Wie in allen Branchen entwickelt sich dieses Wissen ständig weiter. Umso wichtiger sind regelmäßige Fortbildungen, die ihre Wirkung natürlich auch in der Praxis entfalten sollen. Wir haben das Angebot in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und darauf sind wir sehr stolz.“  

Angeregt werden Fachdiskussionen und die Entwicklung eines professionellen Berufsverständnisses in der Sozialpädagogik. Das Angebot ist nicht auf pädagogische Aufgaben begrenzt, sondern umfassend auf die qualitative Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe in Thüringen ausgelegt. Neben fachlichen Aspekten werden auch darüber hinaus gehende Bedarfe berücksichtigt, zum Beispiel die Erweiterung von Sozial- und Methodenkompetenzen, Verfahrensweisen zur Prozessoptimierung oder die Organisationsentwicklung bei den Trägern.

Allein im Jahr 2025 waren insgesamt rund 5.000 Anmeldungen zu den 175 angebotenen Fortbildungen und Arbeitskreisen zu verzeichnen. In diesem Jahr stehen 180 Fortbildungen zur Verfügung – das sind 70 mehr als noch vor fünf Jahren.

„Das verdeutlicht das große Interesse und den enormen Bedarf“, so Schenk. „Mit dem stetig wachsenden Angebot gewährleisten wir nicht nur, dass die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe auf einem gleichbleibend hohen Niveau erfüllt werden. Wir geben den Fachkräften für ihre tägliche Arbeit auch Werkzeuge an die Hand, sich auf die wechselnden Bedingungen und Bedürfnisse in der Betreuung junger Menschen einzustellen.“

Das Fortbildungsangebot 2026 ist ab sofort verfügbar unter:

https://soziales.thueringen.de/kinder-jugendliche/landesjugendamt/fortbildung

Hintergrund

Die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe werden durch öffentliche Träger der Jugendhilfe wahrgenommen. Das sind die Landkreise und kreisfreien Städte, bei denen ein Jugendamt eingerichtet ist. Sie setzen die Aufgaben im eigenen Wirkungskreis um und handeln im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung eigenverantwortlich. Die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem SGB VIII werden von öffentlichen und freien Trägern (Leistungserbringer) der Jugendhilfe erbracht. Die öffentlichen Träger der Jugendhilfe tragen die Gesamtverantwortung bei der Aufgabenerfüllung nach dem SGB VIII.

Überörtlicher Träger der Kinder- und Jugendhilfe ist das Land. Dessen Aufgaben nehmen das Thüringer Sozialministerium als Oberste Landesjugendbehörde und das (beim Thüringer Sozialministerium errichtete) Landesjugendamt als obere Jugendbehörde wahr.