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Thüringen impft

Impfempfehlungen für Kinder und Jugendliche (0-17 Jahre)

 
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Bei Kleinkindern besteht aufgrund ihres unreifen Immunsystems ein erhöhtes Risiko, sich mit übertragbaren Krankheiten zu infizieren. Viele soziale Kontakte, beispielsweise im Kindergarten, fördern zusätzlich die Ansteckungsgefahr. Die meisten Infektionen im Kindesalter sind harmlos und gut behandelbar. Manche Krankheitserreger können jedoch schwere Erkrankungen auslösen, die mitunter auch tödlich verlaufen.

Sie als Eltern können dieses Risiko auf ein Minimum reduzieren: mit wirksamen und gut verträglichen Schutzimpfungen.

Die Impfungen sollten zum frühestmöglichen Zeitpunkt erfolgen, eine Überprüfung des Impfstatus ist aber in jedem Alter sinnvoll.

 
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Masernschutzgesetz

Seit dem 1. März 2020 gilt das Masernschutzgesetz: Eltern müssen vor der Aufnahme ihres Kindes in eine Gemeinschaftseinrichtung, zum Beispiel Kindergarten oder Schule, nachweisen, dass es die empfohlenen Impfungen gegen Masern erhalten hat.

Personen, die in einer Gemeinschaftseinrichtung betreut werden oder tätig sind und nach 1970 geboren wurden müssen zwei Impfungen gegen Masern oder eine Immunität gegen Masern nachweisen. Dies gilt auch für Personal in medizinischen Einrichtungen oder Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Seite Masernschutz.

 
 
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Auf einen Blick

  • Nicht-Impfen gefährdet die Lebensqualität der ganzen Familie.

  • Impfen ist die wirksamste Maßnahme zum Schutz vor Infektionskrankheiten.

  • Impfungen fördern keine Allergien.

 
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Empfohlene Impfungen

Auf der Basis jahrelanger wissenschaftlicher Forschung zum Thema „Impfen“ erarbeitet ein unabhängiges Gremium aus Wissenschaftlern und Ärzten („Ständige Impfkommission”, STIKO) Empfehlungen, gegen welche Viren und Bakterien Sie sich oder Ihr Kind impfen lassen sollen. Dabei werden der Nutzen und mögliche Nebenwirkungen abgewogen – sowohl für den Einzelnen als auch für das gesunde Zusammenleben aller.

Die empfohlenen Impfungen für Kinder sind kostenfrei und werden von den Krankenkassen bezahlt.

Einen guten Überblick liefert der Impfkalender der STIKO. Er listet alle nötigen Impfungen, Auffrischungen und den besten Zeitpunkt dafür auf. Fragen Sie Ihren Haus- oder Kinderarzt, welche Impfungen für Ihre Kinder zu welchem Zeitpunkt sinnvoll sind.

 
 
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Kurze Fakten

Hier finden Sie die wichtigsten Fakten zu empfohlenen Impfungen. Diese Liste mag lang erscheinen, doch viele Impfungen können kombiniert werden.

 
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Impfreaktionen und Nebenwirkungen

Sind Impfreaktionen normal?

Ja. Nahezu jeder kennt Begleiterscheinungen des Impfens wie Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Einstichstelle. Auch Symptome wie Fieber, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Unwohlsein können auftreten. Dies sind Anzeichen dafür, dass sich der Körper mit der Impfung auseinandersetzt und einen Schutz aufbaut. Jeder Impfstoff kann verschiedene Impfreaktionen haben – abhängig ob es zum Beispiel eine Grundimmunisierung oder eine Auffrischungsimpfung ist oder welcher Impfstoff von welchem Hersteller geimpft wird. Sollten Sie dazu Fragen haben, fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Die Impfreaktionen klingen in der Regel nach 1-3 Tagen nach der Impfung wieder ab und sind weniger schlimm als die Symptome der Krankheit und deren möglichen Folgeschäden.

Bei heutigen Impfstoffen kommen Impfkomplikationen nur noch sehr selten vor

Eine Zulassung von Impfstoffen erfolgt erst, wenn die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen wurde. Auch nach der Zulassung werden alle Impfstoffe weiterhin nach strengen Sicherheitsstandards überprüft und überwacht. In Deutschland ist hierfür das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zuständig. Jeder Verdacht einer außergewöhnlichen Impfreaktion wird durch gesetzlich geregelte Meldesysteme sorgfältig analysiert und untersucht.

Generell gilt, dass Impfungen sehr sicher sowie in der Regel gut verträglich sind und nur äußerst selten schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Weitere Informationen zu Impfreaktionen und Nebenwirkungen finden Sie in den Gebrauchs- und Fachinformationen der jeweiligen Impfstoffe und auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts.

 
 
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Wieso gibt es Kombinationsimpfstoffe?

Mit einem Kombinationsimpfstoff werden mehrere Impfungen mit nur einer Spritze verabreicht. Und das hat Vorteile. Zum einen schützen Sie Ihr Kind damit gleich vor mehreren Krankheiten. Zum anderen wird durch die Kombination der Impfungen die Anzahl der nötigen Arzttermine reduziert. Das bedeutet weniger Stress für Eltern und Kinder. Ein weit verbreitetes Gerücht ist, dass Kombinationsimpfstoffe das Immunsystem des Kindes überlasten. Tatsächlich enthalten die modernen Impfstoffe nur noch geringe Mengen abgeschwächter Erreger oder deren Bestandteile. Das kindliche Immunsystem ist gut darauf vorbereitet, sich damit auseinanderzusetzen. Alleine im normalen Alltag ist das Immunsystem mit einer vielfach größeren Menge an Viren und Bakterien konfrontiert, als das bei Impfungen der Fall ist.

Deshalb gilt: Kombinationsimpfstoffe haben viele Vorteile und Sie schützen Ihr Kind gleich vor mehreren Krankheiten mit nur einem Piks.

 
 
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Impfung rechtzeitig nachholen

Manchmal kommt es vor, dass Impfungen verschoben werden – zum Beispiel, weil Ihr Kind zum Impfzeitpunkt krank ist. Vielleicht haben Sie auch einfach den Termin vergessen oder er ging im Alltagstrubel unter. Das kann jedem einmal passieren. Sie sollten jedoch darauf achten, den Termin rechtzeitig bei Ihrem Kinderarzt oder Kinderärztin nachzuholen. Manche Impfungen, zum Beispiel die Rotavirus-Impfung, sind nach überschreiten einer bestimmten Altersgrenze nicht mehr möglich beziehungsweise nicht mehr empfohlen. Beachten Sie, dass die meisten Impfungen mehrfach verabreicht werden müssen, damit der Impfschutz komplett und effektiv ist. Bei manchen sind zudem Auffrischimpfungen nötig, um den Impfschutz aufrecht zu erhalten.

 
 
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Impfempfehlungen nach Alter

Die wichtigsten Fakten zu empfohlenen Impfungen für andere Altersgruppen finden Sie hier: