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Ein zentraler Bestandteil ist der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) mit seinen kommunalen Gesundheitsämtern, Fachabteilungen auf Landesebene und weiteren Einrichtungen. Er übernimmt hoheitliche Aufgaben wie den Infektionsschutz, amtsärztliche Begutachtungen oder Schulgesundheit.

Der Infektionsschutz ist auf die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beim Menschen gerichtet. Das umfasst insbesondere Empfehlungen von Schutzimpfungen, Impfaufklärung, Verhaltensmaßnahmen für Infizierte und Erkrankte.
Steigende Temperaturen und insbesondere längere Hitzeperioden sind längst keine Ausnahme mehr und können für den Körper zur Belastung werden. Vor allem ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen mit chronischen Erkrankungen sind durch Hitze besonders gefährdet.
Extreme Hitze kann unter anderem zu Flüssigkeitsmangel, Kreislaufproblemen, Hitzekrämpfen oder einem Hitzschlag führen. Auch bestehende Erkrankungen können sich durch hohe Temperaturen verschlimmern. Umso wichtiger ist es, Hitzebelastungen frühzeitig zu erkennen, sich selbst und andere zu schützen und Vorsorge zu treffen.
Hitzeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe.
Neben dem individuellen Verhalten kommt es darauf an, dass Kommunen, Einrichtungen und weitere Akteurinnen und Akteure auf Hitze vorbereitet sind. Thüringen unterstützt diese Vorsorge mit verschiedenen Angeboten: Der Hitzeaktionsplan für Thüringen bündelt Maßnahmen und Empfehlungen für einen wirksamen Hitzeschutz. Die Kommunale Hitze-Toolbox bietet Städten und Gemeinden praktische Informationen, Handlungsmöglichkeiten und Anregungen, um den Hitzeschutz vor Ort weiterzuentwickeln. Auf hitze.thueringen.de finden Sie diese und weitere Informationen, Materialien und Angebote rund um das Thema Hitze und Gesundheit.
Der Hitzeaktionsplan des Landes Thüringen bündelt die Maßnahmen der Landesverwaltung für einen wirksamen gesundheitlichen Hitzeschutz. Er verbindet Gesundheitsvorsorge und Klimaanpassung und schafft einen gemeinsamen Rahmen, um besonders gefährdete Menschen besser zu schützen, Bevölkerung und Fachakteure zu sensibilisieren und die Zusammenarbeit zu stärken. Ziel ist es, den gesundheitlichen Hitzeschutz dauerhaft und ressortübergreifend in den relevanten Bereichen zu verankern.

Das Portal hitze.thueringen.de bündelt Informationen und praktische Angebote rund um den gesundheitlichen Hitze- und UV-Schutz. Ob Gesundheit und Pflege, Arbeitswelt, Kita und Schule oder Freizeit und Tourismus – hier finden Bürgerinnen und Bürger sowie Fachakteurinnen und Fachakteure wichtige Informationen und Empfehlungen, um sich selbst und andere besser vor den gesundheitlichen Folgen von Hitze zu schützen.

Das Thüringer Gesundheitsministerium stellt drei Informationsflyer zum gesundheitlichen Hitzeschutz bereit. Neben allgemeinen Empfehlungen zum Schutz vor Hitze richten sich zwei Flyer gezielt an Schwangere und Eltern von Kleinkindern sowie an ältere Menschen. Die kompakten Materialien informieren über besondere gesundheitliche Risiken und geben praktische Tipps, wie sich die eigene Gesundheit und die von besonders gefährdeten Menschen schützen lässt.

Der Freistaat Thüringen hat zur Unterstützung der Kommunen in Vorbereitung auf den Sommer die Kommunale Hitze-Toolbox Thüringen erstellt. Darin finden sich neben Hinweisen zu Klimawandel und Gesundheitsfolgen von Hitze auch Maßnahmen-Steckbriefe, Hinweise zu Fördermöglichkeiten sowie Praxishilfen.