Ministerin Schenk: „Starkes Bekenntnis zur Demokratie – bleibende Herausforderungen durch rechtsextreme und antisemitische Einstellungen“
Die heute veröffentlichten Ergebnisse des Thüringen-Monitors 2024 zeigen ein deutliches Spannungsverhältnis innerhalb der politischen Kultur Thüringens: Die Zustimmung zur Demokratie als beste Staatsform bleibt mit 88 Prozent weiterhin sehr hoch. Zugleich ist die Zufriedenheit mit der praktischen Umsetzung der Demokratie mit nur 43 Prozent sehr gering. Der Unterschied zwischen der Zustimmung zur Demokratie als Staatsform und deren praktischer Umsetzung hat in den Jahren seit der Corona-Pandemie dramatisch zugenommen.
Sozialministerin Katharina Schenk erklärt dazu:
„Die Studie zeigt einerseits, dass der demokratische Grundkonsens in Thüringen weiterhin stark ist. Andererseits müssen wir mit Nachdruck gegen rechtsextreme und antisemitische Denkmuster handeln. Wenn sich antidemokratische Einstellungen verfestigen, sind sie schwer aufzubrechen. Ein weltoffenes Thüringen entsteht nicht von allein – es ist das Ergebnis konkreter Arbeit vor Ort.“
Hier setzt auch das Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit an, mit dem das Thüringer Sozialministerium eine Vielzahl an Trägern, Projekten und Initiativen unterstützt. Ziel ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, demokratische Kultur zu fördern und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wirksam entgegenzutreten. Das Landesprogramm für Demokratie ist eine der Antworten auf diese Herausforderungen. Im Landeshaushalt 2025 sind dafür rund 5,8 Millionen Euro eingestellt. Die Festigung unserer Demokratie bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der alle mitwirken müssen.